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Katzen und andere Hobbies
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Laras Kitten

Dass die Katzenzucht auch betrübliche Aspekte haben kann, mussten wird leider direkt bei unserem ersten Wurf erfahren.

Lara wenige Tage vor der Geburt.


Durch eine Röntgenaufnahmen, die am 60. Trächtigkeitstag aufgenommen wurde, wussten wir, dass Lara siebenfache Mutter werden würde. Ich machte mir Sorgen, da mir für diese kleine Katze sieben Kitten zu viel erschienen.

Auf dem Röntgenbild sind sieben kleine Wirbelsäulen zu erkennen.

Am 65. Trächtigkeitstag (14.01.2009) wurden die ersten vier Kitten geboren – drei Black-Silver Tabby und ein Black Tabby. Eines davon kam tot zu Welt. Die anderen machten einen kräftigen Eindruck und „dockten“ bereits kurz nach dem Abnabeln an Laras Zitzen an.

Nach Geburt des vierten Kittens setzte die Wehentätigkeit aus. Über das weitere Vorgehen hielten wir immer wieder telefonische Rücksprache mit unserem Tierarzt. In den frühen Morgenstunden des 15.01. hatte Lara wieder leichte Wehen. Nach 1 Stunde Wehen ohne Baby entschied mein Tierarzt, dass ich mit Lara in die Praxis kommen sollte. Eine Röntgenaufnahme zeigte, dass ein Baby im Geburtskanal in richtiger Lage lag. Lara bekam ein wehenförderndes Mittel. Die Wehen wurden stärker, aber die Geburt schritt nicht voran. Das Baby passte aus einem Grund, der erst nach dem Kaiserschnitt erkennbar war, nicht durch den Geburtskanal.

Ich brachte Lara also wieder zur Praxis und es wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt. Hierbei zeigte sich, dass das Kitten den Kopf auf der Brust liegen hatte und so nicht weiterrutschen konnte. Dieses und ein weitere Kitten waren tot. Das andere lebte, somit waren es nun insgesamt vier Kitten.

Leider konnte Lara ihre Jungen nicht säugen. Sie hatte so gut wie keine Milch, obwohl die Kleinen kräftig an den Zitzen saugten. Wahrscheinlich war sie durch die hohe Anzahl der Kitten und den Geburtsstress zu geschwächt. Versuche, den Milchfluss mit Medikamenten anzuregen, scheiterten. Die Babys wurden in der Tierarztpraxis stationäre aufgenommen und den ganzen Tag von einer Tierarzthelferin, die große Erfahrung mit Handaufzuchten hatte, betreut. Wir waren mehr als sehr froh für diese Hilfe, da wir gänzlich ohne Handaufzuchtserfahrung waren. Die Kleinen bekamen Glucoseinfusionen und wurden mit der Flasche gefüttert. Trotz allen Bemühungen traten bei drei der Kitten in ersten drei Tagen Komplikationen auf, die zum Tode führten. 

Nur das Golden Tabby Katerchen Aaron trank problemlos, vertrug die Aufzuchtsmilch ohne Verdauungsprobleme und nahm stetig zu. Nach drei Wochen hatte er über 300 g. Damit er sichtig satt wurde, mussten bereits Schmelzfocken in der Milch aufgelöst werden.

Aaron - 4 Wochen und 3 Tage alt

Um ihm die bestmöglichen  Chancen zu geben, erklärte sich „unsere“ Tierarzthelferin bereit Aaron so lange aufzuziehen, bis er selbstständig fressen kann. So brauchen wir nicht mehr mit der Fasche zu füttern. Schließlich besteht, wenn man in Handaufzucht unerfahren ist, die Gefahr, dass Milch in Luftröhre und Lunge gelangt, was in der Regel zu einer tödlich verlaufenden Lungenentzündung führt.

Da Lara nach den Komplikationen keine weiteren Kitten mehr bekommen soll, wurde sie 3 1/2 Wochen nach der Geburt kastriert. Den Eingriff hat sie gut überstanden.

Ganz besonders bedanken möchten wir uns an dieser Stelle aber noch für den unermüdlichen Einsatz von Frau Busch und dem ganzen Team der Tierarztpraxis Preutenborbeck in Moers. Sie nehmen immer wieder kranke oder verwaiste Tiere auf und geben damit vielen Tieren - nicht nur unserem Aaron - überhaupt erst eine Überlebenschance.

Noch hat Aaron Knickohren und blaue Babyaugen. Welche Augenfarbe er bekommt, wissen wir erst in mehreren Monaten.

 


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